Rückblick

2018

04. Mai 2018
Fahnenweihe zum 125jährigen Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Sacro

 

 

2000

14. bis 20. August 2000
700 Jahre Sacro - Festwoche

14. August   Enthüllung des Gedenksteines
Eröffnung der historischen Ausstellung
15. August Große Feuerwehrschauübung
16. August Abriss der 700jährigen Geschichte
17. August Pflanzen der Linde
Theatervorstellung „Don Quijchote"
18. August Großes Kinderfest
Handball- und Volleyballturnier
Lampionumzug
Lagerfeuer u. Musik zum Tanzen
19. August Buntes Markttreiben
Historischer Umzug
Konzert der Trachtenkapelle Spremberg
Tanzabend mit der „Mobil Showband"
Feuerwerk
20. August Festgottesdienst
Frühschoppen mit „Glück Auf"
Großes Chorsingen

Trailer zum Film "Ein Dorf feiert Geburtstag", Digital-Video R. Schödel

 

 

1992

Schließung Poststelle Sacro

Zum 100sten schließt die Deutsche Bundespost die von der Reichspost eröffnete und viele Jahre von der Deutschen Post betriebene Poststelle Sacro. Ein Drittel dieser Zeit, von 1953 bis 1986, führt Hildegard Kahl die Poststelle. Hildchen kümmert sich um Briefe, Päckchen, Pakete, Telegramme, den öffentlichen Fernsprecher, Rentenauszahlungen, Bestellungen und Zustellung von Zeitungen, Kassierung des Zeitungsgeldes und vieles mehr, bis sie ihr Amt an Sonja übergibt.

Post in Sacro bringen nun wieder die Landbriefträger, einmal werktäglich und ohne Sonntagsbestellung.

 

 

Die Sacroer Christel von der Post Kahlns Hildchen mit Dienstfahrrad vor der Poststelle in der Schulstraße.

1968

Juni 1968
Gründung Jugendclub Sacro

   zum Jugendclub 

Aufzeichnungen aus dem Gründungsjahr
Chronik Jugendclub Chronik Jugendclub Chronik Jugendclub Chronik Jugendclub Chronik Jugendclub Chronik Jugendclub Chronik Jugendclub Chronik Jugendclub

 

1922

10. September 1922
Einweihung Kriegerdenkmal

Zum Gedenken an die im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten wird auf dem alten Sacroer Kirchhof ein Kriegerdenkmal geweiht.

 

1909

Bau der Neißebrücke

1904

04. Dezember 1904
Gründung der Sacroer Frauenhilfe

Die Frauenhilfe, ein Verband unter Schirmherrschaft der Kaiserin Auguste Viktoria, bot Frauen im kirchlichen Raum die Möglichkeit sich gesellschaftlich zu engagieren und gesellig zusammenzukommen.
Früchte des Engagements der Sacroer Frauen waren unter anderem die Einrichtung einer Diakonissenstelle, die Anschaffung von Krankenpflegegeräten und Krankenspeisungen, das Weihnachtsgeld für Bedürftige, die Anschaffung wertvoller Stücke zur Kirchenausstattung und das wohl Wichtigste: Manch stille Tat der Liebe an hilfsbedürftigen Gemeindemitgliedern.

1900

Werner Siegfried Groß tritt in Sacro seine erste Pfarrstelle an.

* 02.06.1868 in Görlitz
† 18.01.1947 in Frankfurt an der Oder

Während seiner 36jährigen Amtszeit im Kirchspiel Sacro, zu dem auch die Dörfer Naundorf, Jähnsdorf (heute Janiszowice in Polen) und Bohrau gehörten, nahm sich Pfarrer Groß der Schule und des neuen Friedhofs an. Er organisierte den Bau eines Jugendheims. Die Kleinkinderschule und die Frauenhilfen wurden gegründet, für bedürftige Menschen eine Krankenpflege organisiert. Während des Ersten Weltkrieges fühlte sich Pfarrer Groß für die Kriegsfürsorge verantwortlich. Er führte ein Familienbuch mit über 10 000 Eintragungen, die bis in das 16. Jahrhundert zurückreichen. Daraus geht hervor, dass Pfarrer Groß während seiner Amtszeit mehr als tausend Kinder taufte, 500 Paare traute und 600 Entschlafenen das letzte Geleit gab.

 

 

1895

Erweiterungsbau Schule

 

 

1892

Eröffnung Poststelle Sacro

Um 1892 eröffnet die Deutsche Reichspost in Sacro eine Posthilfsstelle. Nun hat der Landbriefträger eine zentrale Anlaufstelle im Dorf. Die Sacroer können ihre Briefe, Päckchen und Pakete beim ehrenamtlich für die Reichspost arbeitenden Gastwirt bzw. im örtlichen Kolonialwarenladen abgeben.
Um 1928 wird aus der Posthilfsstelle die Poststelle Sacro. Erwin Strittmatter beschreibt das in seinem "Der Laden" so: "In der Zeit von der ich rede, wird im ganzen Reich die Postzustellung reformiert. Weg mit den Landbriefträgern! Jedem Dorfe seine eigene Poststelle; jeder Poststelle ihr bezahlter Poststellen-Inhaber. Jede Dorfgemeinde hat das Recht, zweimal täglich ein gelbes Post-Auto mit vier Sitzplätzen zu empfangen, in dem eine Posttasche, Gelder, Päckchen und Pakete ins Dorf geliefert und eine Posttasche, Päckchen, Geld und hin und wieder ein Dorfbewohner in die Kreisstadt transportiert werden. Auch die Forderung, einen Dorfbewohner zum Poststellen-Inhaber zu bestimmen, hängt über Bossdom, mitten in der Heide, hinter den sieben Bergen. Eine Lokalität und eine unbescholtene Person müssen her! wie es postamtlich heißt."
Die erste Poststelleninhaberin in Sacro ist Mudracks Hildchen. 1936 übernimmt Bauers Alfred die Poststellenverwaltung. Die Poststelle zieht von der Dorfstraße 2 in Bauers Weinstuben in der Schulstraße 14.

Bauers Alfred beim Post austragen in der "Hinteren Dorfstraße".

 

 

Aus dem Adreßbuch der Fabrik- und Handelsstadt Forst i.L. 1901

1888

31. Oktober 1888
Gründung Gewerbe- und Turnverein

Gewerbe- und Turnverein
Gewerbe- und Turnverein
Turnabteilung
Turnabteilung
Theaterabteilung
Theaterabteilung
Radfahrriege
Radfahrriege
Jugendbewegung
Jugendabteilung
Ausflug Himmelfahrt
Himmelfahrtsausflug

 

 

 

 

1853

Neubau Schule

Wilhelm von Humboldt stellt im frühen 19. Jahrhundert als Leiter der Abteilung Kultus und Unterricht in der Regierung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. die Weichen für die in Volksschule, Gymnasium und Universität gegliederte staatliche Schule. Sicherlich bleibt die von Humboldt dabei angestrebte Chancengleichheit zumeist Theorie. Aber durch die Einrichtung von Lehrerseminaren für Volksschullehrer verbessert sich die Unterrichtsqualität an den Elementarschulen.
Herr Christian Kunert kommt Mitte des 19. Jahrhunderts vom Lehrerseminar in Neuzelle als Lehrer nach Sacro.
1853 wird an der Westseite des Dorfes eine Schule gebaut. Damit verbessern sich auch die äußeren Lernbedingungen für die Schüler aus Sacro, Jähnsdorf, Neu Sacro und Naundorf grundlegend.
Die Baukosten in Höhe von 1708 Taler zahlen die Gemeinden Sacro, Naundorf, Jähnsdorf, die Kirche und Graf Brühl.[2]
Der schöne Ziegelbau zeigt welch hohen Stellenwert die Schule hat, und so ist die im preußischen Generallandschulreglement festgelegte achtjährige Schulpflicht in Sacro sicher selbstverständlich. Auch wenn vielleicht die vorgeschriebenen drei Vor- und drei Nachmittagsstunden nicht immer abgehalten werden.

[1] Zitiert nach: Peter Berglar: Wilhelm von Humboldt. Rowohlt, Reinbek 1970, ISBN 3-499-50161-9, S. 87. Aus: Wilhelm von Humboldt: Rechenschaftsbericht an den König. (1809), In: A. Flitner, K. Giel (Hrsg.): Wilhelm von Humboldt. Werke in fünf Bänden. Darmstadt/ Stuttgart 1960–1981, Band IV, S. 218.
[2] Gemeinde-Monatsblatt der Parochie Sacro, Ausgabe August 1911, Seite 4

 


„Es gibt schlechterdings gewisse Kenntnisse, die allgemein sein müssen, und noch mehr eine gewisse Bildung der Gesinnungen und des Charakters, die keinem fehlen darf. Jeder ist offenbar nur dann ein guter Handwerker, Kaufmann, Soldat und Geschäftsmann, wenn er an sich und ohne Hinsicht auf seinen besonderen Beruf ein guter, anständiger, seinem Stande nach aufgeklärter Mensch und Bürger ist. Gibt ihm der Schulunterricht, was hierzu erforderlich ist, so erwirbt er die besondere Fähigkeit seines Berufs nachher sehr leicht und behält immer die Freiheit, wie im Leben so oft geschieht, von einem zum andern überzugehen“ schrieb Wilhelm von Humboldt in seinem Rechenschaftsbericht an den König.[1]

1815

Die Niederlausitz wird Teil von Preußen

Durch Beschluss des Wiener Kongresses von 1815 wird die Niederlausitz preußisch, das Markgraftum wird aufgelöst und das Gebiet der Niederlausitz kommt zur Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Frankfurt.

1300

14. August 1300
Ersterwähnung von Sacro


Geschichte der Ober- und Nieder-Lausitz nach alten Chroniken und Urkunden, 1847

      Dr. Hans Mundt: Die Heer- und Handelsstraßen der Mark Brandenburg, Berlin 1932